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Generative AI for Krita

Generative AI for Krita ist ein Plugin für Krita, das lokale Stable-Diffusion-Workflows direkt in die Zeichenoberfläche integriert. Statt klassischer WebUI-Generierung arbeitet man unmittelbar auf der Leinwand: malen, maskieren, inpainten, generieren, weiterzeichnen. Das Plugin nutzt im Hintergrund meist ComfyUI als Backend und verbindet damit klassische digitale Malerei mit modernen AI-Pipelines. Genau dieser hybride Workflow macht das Projekt aktuell interessanter als viele reine „Prompt rein, Bild raus“-Tools.

Funktionen & Features

Das Plugin integriert generative Bildbearbeitung direkt in Krita.

Die wichtigsten Funktionen:

  • txt2img

  • img2img

  • Inpainting

  • Outpainting

  • Live-Generierung auf Bildbereichen

  • regionale Promptsteuerung

  • ControlNet-Unterstützung

  • Layer-basierte AI-Bearbeitung

Der zentrale Unterschied zu klassischen WebUIs liegt im Workflow. Man arbeitet nicht erst in Forge oder ComfyUI und exportiert anschließend nach Photoshop oder Krita, sondern direkt innerhalb der Leinwand.

Gerade Inpainting fühlt sich dadurch wesentlich natürlicher an:

  • Bereich auswählen

  • übermalen oder maskieren

  • Prompt anpassen

  • direkt neu generieren

Das Plugin unterstützt außerdem moderne lokale Modelle:

  • SD1.5

  • SDXL

  • Flux teilweise über externe Workflows

  • LoRAs

  • ControlNet

  • IPAdapter

  • regionale Conditioning-Systeme

Je nach Setup können die Funktionen stark variieren, da vieles letztlich vom verwendeten ComfyUI-Backend abhängt.

Interessant ist auch die Live-Painting-Logik. AI wird hier weniger als finaler Generator genutzt, sondern eher als kreativer Assistent während des Zeichnens.

Gerade Concept Artists oder Illustratoren profitieren davon deutlich mehr als reine Prompt-Nutzer.

Stärken

Die größte Stärke ist der kreative Workflow.

Viele Stable-Diffusion-Frontends fühlen sich technisch an:
Prompt schreiben, generieren, neu generieren, vergleichen. Das Krita-Plugin integriert AI dagegen direkt in einen echten kreativen Prozess.

Besonders stark ist die Kombination aus:

  • manueller Zeichnung

  • lokaler AI-Generierung

  • direkter Bildmanipulation

  • iterativem Arbeiten

Dadurch entstehen wesentlich organischere Workflows als in klassischen WebUIs.

Auch die lokale Kontrolle ist ein großer Vorteil. Keine Cloud, keine Credit-Systeme, keine serverseitige Bildanalyse. Alles läuft lokal über eigene Modelle und Hardware.

Positiv ist außerdem die enge Verzahnung mit Kritas Ebenensystem. AI-Generierung wird dadurch Teil des eigentlichen Bildaufbaus statt separater Exportprozess.

Für AI-Artists interessant:
Das Plugin zwingt Nutzer stärker zum aktiven Eingriff ins Bild. Dadurch entstehen oft individuellere Ergebnisse als bei rein promptbasierten Workflows.

Auch die Entwicklungsgeschwindigkeit der Community ist bemerkenswert. Neue Features und Modellunterstützungen erscheinen vergleichsweise schnell.

Schwächen

Die größte Schwäche bleibt die technische Komplexität.

Das Plugin selbst wirkt zwar erstaunlich sauber integriert, hängt aber stark von externen Komponenten ab:

  • ComfyUI

  • Python

  • Modellmanagement

  • GPU-Treiber

  • lokale AI-Setups

Gerade neue Nutzer unterschätzen oft, wie viel Infrastruktur im Hintergrund notwendig ist.

Dazu kommt die generelle Fragilität lokaler AI-Stacks. Updates, inkompatible Nodes oder geänderte Modellversionen können funktionierende Workflows relativ schnell zerlegen.

Die Benutzerführung bleibt außerdem teilweise technisch. Viele Einstellungen setzen bereits Verständnis für:

  • Sampler

  • CFG

  • Denoising

  • Latents

  • ControlNet

  • Modelltypen

voraus.

Auch die Performance hängt extrem von der Hardware ab. Auf schwächeren GPUs oder Apple-Systemen mit begrenztem Speicher können größere SDXL- oder Flux-Workflows schnell unangenehm werden.

Ein weiterer Punkt: Das Plugin ist kein Ersatz für echte Zeichenfähigkeiten. Viele Nutzer hoffen anfangs auf „AI malt für mich“. In der Praxis funktioniert das System deutlich besser, wenn bereits Verständnis für Komposition, Licht und Illustration vorhanden ist.

Außerdem bleibt die Stabilität teilweise vom Entwicklungsstand einzelner AI-Komponenten abhängig. Nicht jede neue Modellgeneration integriert sich sofort sauber.

Für wen ist das Tool geeignet?

Generative AI for Krita passt gut zu:

  • Concept Artists

  • digitale Illustratoren

  • AI-Artists mit lokalem Workflow

  • Nutzer mit Interesse an hybrider AI-Kunst

  • kreative iterative Workflows statt reiner Prompt-Generierung

Weniger geeignet ist es für:

  • absolute Anfänger

  • reine One-Click-AI-Nutzer

  • klassische Fotografen-Workflows

  • Anwender ohne technisches Grundverständnis

  • Nutzer mit schwacher Hardware

Einordnung im Markt

Das Plugin sitzt irgendwo zwischen klassischer Kreativsoftware und lokaler AI-Produktionsumgebung.

Forge oder AUTOMATIC1111 konzentrieren sich stärker auf Prompt-basierte Bildgenerierung. Krita AI Diffusion integriert AI dagegen direkt in den Zeichenprozess.

ComfyUI bleibt technisch flexibler und mächtiger, wirkt dafür aber wesentlich weniger kreativ und direkter im eigentlichen Malworkflow.

Adobe Photoshop integriert mittlerweile ebenfalls generative Funktionen, bleibt dabei aber stärker auf Retusche und Bildmanipulation fokussiert. Krita AI Diffusion richtet sich klar mehr an Illustration und Concept Art.

Interessant ist vor allem, dass das Plugin AI nicht als Ersatz für kreative Arbeit behandelt, sondern als Werkzeug innerhalb eines bestehenden künstlerischen Prozesses.

Fazit

Generative AI for Krita gehört aktuell zu den interessantesten lokalen AI-Kreativprojekten überhaupt.

Nicht weil es die einfachste Lösung wäre, sondern weil es AI sinnvoll in echte kreative Arbeit integriert statt nur Bilder auszuspucken.

Die Schwächen bleiben real:
technische Einrichtung, hohe Hardwareanforderungen und teilweise fragile lokale AI-Abhängigkeiten.

Wer jedoch bereit ist, sich einzuarbeiten, bekommt einen Workflow, der sich deutlich organischer und kreativer anfühlt als viele klassische Stable-Diffusion-WebUIs.

Das Plugin ersetzt keine künstlerischen Fähigkeiten. Aber es erweitert sie auf eine Weise, die momentan nur wenige Tools wirklich überzeugend hinbekommen.

Kurz zusammengefasst
  • Sehr interessante Verbindung aus Krita und Stable Diffusion

  • AI direkt innerhalb des Zeichenprozesses

  • Besonders stark für Concept Art und iterative Bildentwicklung

  • Technisch deutlich anspruchsvoller als klassische AI-Apps

  • Einer der kreativsten lokalen AI-Workflows außerhalb von Photoshop


In unserer Community diskutieren Generative AI for Krita Github Repository

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